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Willkommen

Das Johanna-Stahl-Zentrum dient als regionales Kompetenzzentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken. Sein Themengebiet sind 900 Jahre jüdische Geschichte in der Region. Aktuell befasst es sich besonders mit der Erinnerungskultur für die jüdischen NS-Opfer. Auch die Fachbibliothek des Zentrums zeichnet sich durch ihr Alleinstellungsmerkmal in der Region aus.

In Zeiten der Corona-Pandemie sind das Zentrum und die Ausstellung "Der Spurenfinder" geschlossen. Ausstellungen und Veranstaltungen werden bis auf Weiteres nicht stattfinden. Die Mitarbeiterinnen arbeiten zum Teil im Home-Office.

Per mail ist das Team des Zentrums jedoch jederzeit zu erreichen. Bitte verwenden Sie dafür die persönlichen mail-Adressen (s. Team), da wir von außen nicht auf das jsz-Postfach zugreifen können. Bei Bedarf rufen wir gerne zurück.

Die Eröffnung des "DenkOrts Deportationen 1941 - 1944" am 21. April 2020 ist abgesagt. 

Das Johanna-Stahl-Zentrum ist über Pessach (09.-16. April 2020) geschlossen.

Was bedeuteten Reformation und Konfessionalisierung für die Juden?

Im Jubiläumsjahr der Reformation gehen auch die protestantischen Kirchen offen mit dem judenfeindlichen Erbe Martin Luthers um. Die Frage nach seinen unmittelbaren politischen Konsequenzen wird jedoch kaum gestellt. Ihnen widmet sich ein Vortrag von Dr. Rotraud Ries am 27. April 2017 um 19:30 Uhr.

Was bedeuteten Reformation und Konfessionalisierung für die Juden? Beispiele aus dem lutherischen Bereich

Die scharfe und polemische Ablehnung des Judentums durch den Reformator Martin Luther ist kein Geheimnis mehr. Von einer möglichen politischen Bedeutung seiner Positionen und Forderungen während und nach der Reformation ist jedoch kaum die Rede. Zu wenig eindeutig fielen diese aus. Vor allem aber ist die Geschichte der zerstreut lebenden Juden im 16. Jahrhundert noch nicht ausreichend erforscht und auf diese Frage hin untersucht worden.

Erwartungsgemäß sind es lutherische Territorien und Städte, deren Umgang mit den Juden Aufschluss darüber geben kann, inwieweit und unter welchen Bedingungen die Lehren Luthers zum Maßstab der Politik gegenüber den Juden gemacht wurden.

Dr. Ries wird sich in ihrem Vortrag mit dieser Frage befassen. Nach einer Einführung zur Stellung der Juden im 16. Jahrhundert und einem kurzen Überblick über die Positionen Martin Luthers zu ihnen wird sie anhand von Beispielen aus verschiedenen Regionen im deutschsprachigen Raum das Spektrum des politischen Umgangs mit den Empfehlungen Luthers vorstellen.

Vortrag von Dr. Rotraud Ries, Do., 27. April 2017, 19:30 Uhr, Eintritt frei
Johanna-Stahl-Zentrum für jüdische Geschichte, Valentin-Becker-Str. 11 (3. Stock), 97072 Würzburg