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Willkommen

Mehr als dreißig Jahre nach seiner Gründung präsentiert sich das Zentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken mit vielseitigen Aktivitäten. Das ehemalige Dokumentationszentrum trägt seit 2011 den Namen der Journalistin Dr. Johanna Stahl.

Wir möchten Sie informieren über die Veranstaltungen, Angebote und Sammlungsbestände des Zentrums und laden Sie herzlich dorthin ein. Vielleicht möchten Sie auch Ihre Erinnerungen mit uns teilen oder uns Fotos und Dokumente aus der gemeinsamen Geschichte von Christen und Juden unserer Region überlassen?

Wegen der hohen Temperaturen ist das Zentrum bis auf weiteres Mo - Fr von 9 - 13 Uhr geöfffnet. Bitte melden Sie sich vor einem Besuch an.

AG Jüdische Sammlungen - Tagung 2017 in Würzburg und Veitshöchheim

Die Arbeitsgemeinschaft trifft sich jährlich zum Austausch an unterschiedlichen Orten - hier 2012 in Essen. Dies ermöglicht den Teilnehmern, auch die jüdische Geschichte und Kultur der jeweiligen Region kennenzulernen. Im Jahr 2017 richten das Jüdische Kulturmuseum Veitshöchheim und das Johanna-Stahl-Zentrum die Tagung vom 5. bis 8. Sept. 2017 aus.

In der Arbeitsgemeinschaft haben sich vor gut 40 Jahren einschlägig arbeitende Institutionen und Personen zusammengeschlossen. Das Besondere ist, dass sie ein Forum für den Kontakt und den Austausch von Menschen bietet, die als Profis oder als Ehrenamtliche in Institutionen tätig oder als Heimatforscher mehr oder weniger allein im Bereich der jüdischen Geschichte und der jüdischen Sammlungen aktiv sind.

So steht im Mittelpunkt der jährlichen Tagungen der Austausch in Form von Berichten aus den jeweiligen Tätigkeitsfeldern, seien es nun Museen, Archive, Bibliotheken oder aber die "Feldarbeit" der Ehrenamtlichen. Die ausrichtende Region stellt sich in besonderer Dichte mit den dort laufenden Projekten vor. Die Möglichkeit zum direkten persönlichen Kontakt gehört zu den Tagungen ganz wesentlich dazu. Genauso wichtig ist jedoch das Rahmenprogramm, um die jeweilige Region mit ihrer jüdischen Kultur kennen zu lernen.

Die beiden ausrichtenden Institutionen haben dafür ein reiches Programm vorbereitet. Dazu gehören Stadtführungen in Würzburg, die Besichtigung des Museums Shalom Europa wie auch des Johanna-Stahl-Zentrums. Dort wird aus Anlass der Tagung die Ausstellung "Mitten unter uns. Landjuden in Unterfranken vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert" gezeigt. Einen Nachmittag verbringen die Gäste in Veitshöchheim, lernen das jüdische Kuturmuseum, den Ort und den Rokoko-Garten kennen. In einer öffentlichen Abendveranstaltung widmet sich Jakob-Johannes Koch dem Werk des in Würzburg aufgewachsenen Komponisten Norbert Glanzberg.

DSC_0122DSCN0606 ZuZum Abschluss der Tagung besteht schließlich die Möglichkeit, im Rahmen einer Exkursion die Orte Laudenbach und Arnstein zu besuchen. Laudenbach ist ein wichtiges Beispiel für eine jüdische Gemeinde auf dem Land mit einem herausragenden Ensemble baulicher Spuren. Hier können die im Kern aus dem 17. Jahrhundert stammende, noch nicht renovierte ehemalige Synagoge, ein "Judenhof", eine Mikwe aus dem 19. Jahrhundert sowie der Gebietsfriedhof oberhalb des Ortes besichtigt werden. Die umfangreich sanierte ehemalige Synagoge in Arnstein, museal und für unterschiedliche Veranstaltungen genutzt, repräsentiert einen klassizistischen Bautypus und weist aufschlussreiche Wandmalereien aus dem Beginn ds 20. Jahrhunderts auf, die die Heimatverbundenheit der damaligen jüdischen Gemeinde belegen.

Auch einschlägig arbeitende Intressierte aus der Region sind zu dieser Tagung herzlich eingeladen. Hier finden Sie das aktuelle Programmexterner Link, nähere Informationen auch auf der Seite Jüdische Sammlungenexterner Link (externer Link).

Bitte kontaktieren Sie uns gerne mit Fragen und für Anmeldungen.

Fotos: Rotraud Ries, 2012/2013