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Willkommen

Das Johanna-Stahl-Zentrum ist das regionale Kompetenzzentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken. 900 Jahre jüdische Geschichte in der Region stehen im Mittelpunkt seiner Aktivitäten. Aktuell befasst es sich besonders mit der Erinnerungskultur für die jüdischen NS-Opfer. Auch die Fachbibliothek des Zentrums zeichnet sich aus durch ihr Alleinstellungsmerkmal in der Region.

Wir möchten Sie informieren über die Veranstaltungen, Angebote und Sammlungsbestände des Zentrums und laden Sie herzlich dorthin ein. Vielleicht möchten Sie auch Ihre Erinnerungen mit uns teilen oder uns Fotos und Dokumente aus der gemeinsamen Geschichte von Christen und Juden unserer Region überlassen?

Das Johanna-Stahl-Zentrum ist bis auf Weiteres geschlossen. Sie können uns gerne per mail kontaktieren. Bitte verwenden Sie dafür die individuellen mail-Adressen

Antisemitismusbeauftragter Spaenle besucht Johanna-Stahl-Zentrum

Seinen Auftrag geht er mit Temperament, Sachkompetenz und Überzeugung an und stärkt jüdisches Leben, Erinnerungsarbeit und historische Spuren. Dafür reist Dr. Ludwig Spaenle auf den Spuren jüdischer Gemeinden durch Bayern. Jetzt war er in Würzburg und kam ins Johanna-Stahl-Zentrum.

Das  Ziel des Beauftragten der bayerischen Staatsregierung ist, Antisemitismus zu bekämpfen und die Menschen gegen diesen - so gut es geht - zu immunisieren. Auch in Unterfranken. Auf seinen Reisen lernt er den hohen Einsatz der Aktiven in Institutionen und im ehrenamtlichen Bereich kennen. In Würzburg besuchte er mit dem Johanna-Stahl-Zentrum das Kompetenzzentrum für jüdische Geschichte und Kultur in der Region.

Vor allem die dringend erforderliche Dokumentation der jüdischen Friedhöfe kam zur Sprache, die Vernetzung der Institutionen wie der jüdischen Museen und der vielen ehrenamtlichen Projekte in Bayern. Das unterfrankenweite Gedenkprojekt „DenkOrt Deportationen“ hob Spaenle wegen seiner hohen politischen Bedeutung hervor.

In besonderer Weise sprach er sich jedoch dafür aus, das bundesweit gefeierte Jahr 2021 zu nutzen, um jüdisches Leben in seiner Vielfalt präsent zu machen. Unter dem eingängigen Label „321“werden 1700 Jahre jüdischen Lebens im deutschen Raum gefeiert. Im Jahr 321 wurden zum ersten Mal in einem Dokument des römischen Kaisers Juden in Köln erwähnt. Die antike jüdische Gemeinde ist auch durch archäologische Spuren belegt. Dieses Datum soll zum Titel eines reichen bundesweiten Programms im Jahr 2021 werden. Es dient vor allem einem Ziel: Zu zeigen, dass jüdisches Leben schon seit Jahrhunderten hier zu Hause ist (s. https://www.1700jahre.de/). In Bayern sind es mit Regensburg immerhin 1000 Jahre, in Würzburg 900. Über einen Beitrag Unterfrankens zu diesen Aktivitäten im Jahr 2021 wird im nächsten Jahr zu reden sein.


Foto: In der Ausstellung „Der Spurenfinder“, von li.: Ulrich Fritz, Dr. Ludwig Spaenle, Dr. Rotraud Ries © JSZ, Foto: Maja Andert