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Willkommen

Das Johanna-Stahl-Zentrum ist das regionale Kompetenzzentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken. 900 Jahre jüdische Geschichte in der Region stehen im Mittelpunkt seiner Arbeit und seiner Aktivitäten. Die Fachbibliothek des Zentrums zeichnet sich aus durch ihr Alleinstellungsmerkmal in der Region.

Wir möchten Sie informieren über die Veranstaltungen, Angebote und Sammlungsbestände des Zentrums und laden Sie herzlich dorthin ein. Vielleicht möchten Sie auch Ihre Erinnerungen mit uns teilen oder uns Fotos und Dokumente aus der gemeinsamen Geschichte von Christen und Juden unserer Region überlassen?

Das Johanna-Stahl-Zentrum kann mit Anmeldung und mit FFP2-Maske besucht werden, es gelten die 3G-Regeln. Bitte bringen Sie Ihre Nachweise mit.

"Nachhall" – ein Beitrag zum Jubiläumsjahr, VERLÄNGERT bis 18.11.

Anlässlich des Jubiläumsjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ zeigt der Künstler Jens Reulecke im Johanna-Stahl-Zentrum die Ausstellung „Nachhall. Vom mittelalterlichen jüdischen Friedhof Würzburg“. Die Installation ist das Ergebnis seiner intensiven künstlerischen Annäherung an den Friedhof - und ein ganz besonderer Beitrag zum Festjahr.

P1014673 ©JSZ Foto Rotraud RiesP1014819 ©JSZ Foto Nathalie Jäger

Der Nachhall des jüdischen Friedhofs, der im 16. Jahrhundert mit dem Juliusspital überbaut wurde, reicht bis in unsere Gegenwart. Der Friedhof bezeugt die 900 Jahre alte jüdische Geschichte der Stadt. Durch die Begegnung mit dem ehemaligen jüdischen Friedhof eröffnete sich für Jens Reulecke aus der „Abwesenheit“ ein Raum der „Anwesenheit“, der innere Bilder bei ihm hervorrief. Er assoziierte fragile, vom Wind bewegte Elemente und Töne, die rhythmisch auf- und abtauchten. In großformatigen Fotografien setzte der Künstler diesen Eindruck um, indem er eine Konstruktion aus dünnen Metallringen und daran befestigten Vogelfedern entwickelte und anschließend fotografierte. Später bemalte er die Digitaldrucke mit Acryltinte. Dabei breiteten sich die Farben jeweils großzügig über die Bildflächen aus und riefen Assoziationen von Energie, Wind, Wasser und Erde hervor.

P1014723 ©JSZ Foto Rotraud Ries

Der Nachhall des jüdischen Friedhofs wird durch die großformatigen Fotografien, eine waldähnliche Installation aus Ästen und Federn sowie eine Klangcollage auf besondere Weise in der Ausstellung sicht- und hörbar. Eine ergänzende Veranstaltungsreihe aus Performances und Vorträgen führt inhaltliche Aspekte der Ausstellung weiter. So wird der Nachhall des Friedhofs in den Raum des jüdischen Gemeindezentrums Shalom Europa und von dort aus weiter in die Stadt hinein getragen.

P1014778 ©JSZ Foto Rotraud Ries

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Dr. Josef Schuster, dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland. Die Klangcollage der Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Hochschule für Musik in Würzburg. Veranstalter ist die Israelitische Gemeinde Würzburg Unterfranken in Kooperation mit der Stadt Würzburg und dem Johanna-Stahl-Zentrum. Gefördert wird das Ausstellungsprojekt durch den Bezirk Unterfranken und die Juliusspital-Stiftung.

Ort der Ausstellung: Johanna-Stahl-Zentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken, Valentin-Becker-Straße 11, 97072 Würzburg, 3. Stock  

Ausstellungsdauer: 02. Juli bis 18. November 2021

Öffnungszeiten:   Mo bis Do 10 bis 17 Uhr
                             Fr 10 bis 13 Uhr und
                             nach Vereinbarung
                             bitte melden Sie sich an und beachten Sie die geltenden
                             Hygienebestimmungen
                             jsz@bezirk-unterfranken.de, Tel 0931-18275

Fotos:
Nr. 1, 3, 4: Blick in die Ausstellung © JSZ, Foto: Rotraud Ries, 2021
Nr. 2: Besuchergruppe der Akademie Frankenwarte in der Ausstellung © JSZ, Foto: Nathalie Jäger, 2021