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Angebote

Die Angebote des Johanna-Stahl-Zentrums unterliegen den Bedingungen seiner personellen und materiellen Ausstattung als kleine Institution. Sie umfassen

  • eine systematisch aufgestellte Fachbibliothek mit grundlegender Literatur zu Judentum und jüdischer Geschichte und einem Schwerpunkt auf der unterfränkischen jüdischen Geschichte,
  • einen Vortrags- und Ausstellungsraum, in dem Veranstaltungen zum Thema stattfinden und Ausstellungen gezeigt werden,
  • ein Archiv, in dem Quellen und Sammlungen aus dem jüdischen Unterfranken verwahrt und erschlossen werden, und
  • eine digitale Sammlung mit Fotos, Quellen und Interviews.

Schriftstücke aus der Synagoge von Memmelsdorf, handschriftlich und gedruckt Die Mitarbeiter*innen des Zentrums führen die Fachbibliothek und bieten Nutzer*innen jeden Alters Beratung sowie Recherche- und Informationsmöglichkeiten. Einen wichtigen Stellenwert nimmt die Beantwortung von Anfragen ein. Zu ihren Absendern gehören Familien, die aus Deutschland fliehen mussten, genauso wie Personen, die sich im Rahmen von wissenschaftlichen oder heimatgeschichtlichen Arbeiten oder von Projekten der Erinnerungskultur an das Zentrum wenden.

Aufgrund der begrenzten Ressourcen des Zentrums sind die Sammlungsbestände nur in geringem Umfang erschlossen oder digitalisiert. Ihre Nutzung ist - abgesehen von den digitalen Beständen - jedoch möglich.

Einen zweiten Schwerpunkt im Angebot des Zentrums stellen Präsentation und Vermittlung der jüdischen Geschichte der Region dar. Dazu gehören Veranstaltungen, Vorträge und Wechselausstellungen sowie permanente online-Angebote. So bietet diese Website Grundlageninformationen und Recherchehilfen. Daneben stellt das Zentrum auf der Gedenkseite der Biographischen Datenbank jüdisches Unterfrankenexterner Link Daten und weitere Informationen zur jüdischen Bevölkerung Unterfrankens in der NS-Zeit zur Verfügung. Alle Menschen, die zwischen 1941 und 1944 mit den Transporten direkt aus Unterfranken deportiert wurden, lassen sich hier aufrufen. Ihre Kurzbiographien sind noch in Arbeit. Die systematische Aufnahme aller jüdischen Bewohner Unterfrankens im Jahr 1933 wird folgen.

Weitere online-Angebote des Zentrums stehen ebenfalls im Kontext der Erinnerungskultur: Eine WebApp zum "Weg der Erinnerung" in Würzburg erläutert zu den Stationen auf der wichtigsten Deportationsstreckeexterner Link Unterfrankens das Deportationsgeschehen vorrangig aus der Opferperspektive. Eine zweite WebApp zeigt zur Gedenkstele an der Kaiserstraßeexterner Link in Würzburg, welchen bedeutenden Anteil jüdische Geschäftsleute, Ärzte und Juristen am wirtschaftlichen Leben der Straße und der Stadt hatten.

Die Website zum DenkOrt Aumühleexterner Link präsentiert das derzeit größte Projekt der regionalen Erinnerungskultur und geht dabei auch auf die Vorgeschichte und die Aktionen der Gedenkkultur seit 2010 ein. Sie wurde 2018 in Kooperation zwischen dem gleichnamigen Verein, dem Zentrum und einer IT-Klasse der Klara-Oppenheimer-Schule erstellt.

Schließlich bietet das Zentrum einschlägig arbeitenden Institutionen und Personen Beratung an, geht punktuell Kooperationen ein und fördert die Vernetzung.