zur Hauptnavigation springenzum Inhalt springen

Begleitprogramm zur Seligsberger-Ausstellung

Vier Vorträge begleiteten die Ausstellung „Seligsberger- Eine jüdische Familie und ihr Möbel-und Antiquitätenhaus“. Es ging um Handlungsspielräume von Künstlern wie Willy Exner, um die "Arisierung" jüdischen Besitzes, um jüdische Sammler und um die Emigration von Juden aus Würzburg in die Niederlande.

So befasste sich Bettina Keß am 26. November 2015 in ihrem Vortrag „Hitler-Porträt oder Blumenbild? Handlungsspielräume bildender Künstler im Nationalsozialismus“ mit dem Maler des Porträts von Ernestine Seligsberger, das in der Ausstellung gezeigt wurde. Willy Exner erlangte vor allem durch sein Hitler-Porträt „Führer im Feldherrenmantel“ Bekanntheit. An seinem Beispiel ging die Referentin auf die Rahmenbedingungen, unter denen er und andere bildende Künstlerinnen und Künstler im nationalsozialistischen Deutschland arbeiteten, ein.
Website von Bettina Keßexterner Link

Stadtheimatpfleger Hans Steidle thematisierte in seinem Vortrag „Arisierung in Würzburg. Die Ausplünderung der Würzburger Juden 1933-1945“ am 11. Januar 2016 den Enteignungsprozess, von dem auch die Familie Seligsberger betroffen war und der in der NS-Diktatur systematisch und bis in den Tod vollzogen wurde.
Website von Hans Steidleexterner Link

Von Annette Weber wurde am 15. Februar 2016 der Themenkomplex „Jüdische Sammler“ behandelt. Eingebettet in den Aufstieg vieler Juden ins Bürgertum und den generellen Bildungsidealismus, der zum Kern deutsch-jüdischer Identität wurde, ging Weber der Frage nach, wie sich die Kunstsammlung der Familie Seligsberger in diesem Kontext darstellt.
Website von Annette Weberexterner Link

Den Abschluss bildete Rotraud Ries am 3. März 2016 mit ihrem Vortrag „Rettung oder Falle? Die Niederlande als Fluchtziel Würzburger Juden“. Denn hinter den USA, Palästina und England stellen die Niederlande eines der wichtigen Ziele der Emigration Würzburger Juden dar. Dass die Flucht in die Niederlande nicht immer die erhoffte Rettung war, sondern nach der Okkupation durch das nationalsozialistische Deutschland für viele zur Falle wurde, wurde anhand von mehreren Würzburger Familien und Einzelpersonen aufgezeigt.
Website von Rotraud Riesexterner Link