zur Hauptnavigation springenzum Inhalt springen

Willkommen im Johanna-Stahl-Zentrum

Im dreißigsten Jahr seines Bestehens präsentiert sich das Zentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken mit vielseitigen Aktivitäten. Das ehemalige Dokumentationszentrum trägt seit 2011 den Namen der Journalistin Dr. Johanna Stahl.

Wir möchten Sie informieren über die Veranstaltungen, Angebote und Sammlungsbestände des Zentrums und laden Sie herzlich dorthin ein. Vielleicht möchten Sie auch Ihre Erinnerungen mit uns teilen oder uns Fotos und Dokumente aus der gemeinsamen Geschichte von Christen und Juden unserer Region überlassen?

Am Faschingsdienstag, 13.02.2018, ist das Zentrum von 9 bis 12:30 Uhr geöffnet.

Wanderausstellung "Mitten unter uns." im Johanna-Stahl-Zentrum

Von 2013 und bis 2015 war die Ausstellung zu den “Landjuden in Unterfranken” an 28 Orten in allen Landkreisen und in der Stadt Würzburg zu sehen. Das Projekt und der Arbeitskreis „Landjudentum in Unterfranken“ haben sie unter Federführung des Johanna-Stahl-Zentrums entwickelt. Ab dem 4. September 2017 gastiert sie in Würzburg an ihrer 37. und letzten Station.

Landjuden in Unterfranken vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert

Wie in anderen Regionen Süddeutschlands prägt die jüdische Siedlung auf dem Land den Raum Unterfranken seit dem 15. Jahrhundert. Juden leben in bis zu 200 Gemeinden auf den kleinen und abgelegenen Dörfern und treiben von dort meist zu Fuß ihren Wanderhandel. Sie entwickeln eine besondere, ländlich-jüdische Kultur. Erst ab 1861 erhalten Sie das Recht der freien Ortswahl, können in die Städte umziehen und dort wirtschaftlich aufsteigen. Die vielen kleinen Synagogen und die Friedhöfe bleiben jedoch charakteristisch für die Landschaft.

Motive Wanderausstellung Mitten unter uns1932 gibt es noch 109 Jüdische Gemeinden, bevor die Nazis sich an ihr Vernichtungswerk machen, die Menschen vertreiben oder deportieren und ermorden.

Den Menschen und ihrer Kultur, die ein Teil Unterfrankens sind, soll mit dieser Ausstellung ein Denkmal gesetzt werden.

Vier chronologische Tafeln geben einen Überblick über die jüdische Geschichte in Unterfranken zwischen dem Mittelalter und dem 20. Jahrhundert. Am Beispiel jeweils eines Landkreises werden dann die neun wichtigsten Themen präsentiert. So etwa die Wirtschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts am Beispiel Bad Kissingen. Das bedeutet natürlich nicht, dass in allen anderen Landkreisen die Wirtschaft nicht von Belang war.

Motive Wanderausstellung Mitten unter unsVier Biographien auf lebensgroßen Figuren, eine Audiostation, je zwei Tafeln für jeden Landkreis und ein kostenloses Begleitheft runden die Ausstellung ab.

Der Arbeitskreis und das Kooperationsprojekt „Landjudentum in Unterfranken“ sowie das Johanna-Stahl-Zentrum haben die Wanderausstellung erarbeitet. Heimatforscher, die sich mit der jüdischen Geschichte ihrer Region befassen, brachten sich mit ihrem Wissen und ihren Sammlungen ein. Dank dieser bisher einzigartigen Zusammenarbeit ist es gelungen, in der Ausstellung „Mitten unter uns.“ erstmals die jüdische Geschichte ganz Unterfrankens zu präsentieren.

Weitere Informationen zur Wanderausstellung finden Sie auf der Homepage des Projekts Landjudentum in Unterfranken.externer Link Das Projekt ist inzwischen ausgelaufen. Die Wanderausstellung wurde danach weiterhin über das Johanna-Stahl-Zentrum zu geänderten Konditionen ausgeliehen. Da sie nach 36 Präsentationen inzwischen mehr und mehr Abnutzungserscheinungen aufweist, wird die aktuelle Station nun die letzte sein. Nutzen Sie also die Gelegenheit, wenn Sie die Ausstellung noch nicht gesehen haben.

Motive Wanderausstellung Mitten unter uns

Aktuelle Termine zur Wanderausstellung

04.09. bis 20.12.2017, Johanna-Stahl-Zentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken

Valentin-Becker-Str. 11
97072 Würzburg
Tel. 0931 - 18275, jsz@bezirk-unterfranken.de

Öffnungszeiten: Mo - Do 10-17 Uhr, Fr 10-13 Uhr und nach Vereinbarung
Führungen auf Anfrage