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Willkommen

Das Johanna-Stahl-Zentrum ist das regionale Kompetenzzentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken. 900 Jahre jüdische Geschichte in der Region stehen im Mittelpunkt seiner Arbeit und seiner Aktivitäten. Die Fachbibliothek des Zentrums zeichnet sich aus durch ihr Alleinstellungsmerkmal in der Region.

Wir möchten Sie informieren über die Veranstaltungen, Angebote und Sammlungsbestände des Zentrums und laden Sie herzlich dorthin ein. Vielleicht möchten Sie auch Ihre Erinnerungen mit uns teilen oder uns Fotos und Dokumente aus der gemeinsamen Geschichte von Christen und Juden unserer Region überlassen?

Das Johanna-Stahl-Zentrum kann mit Anmeldung und mit FFP2-Maske besucht werden, es gelten die 3G-Regeln. Bitte bringen Sie Ihre Nachweise mit, sie werden überprüft.

Wegen der jüdischen Feiertage werden das Zentrum wie auch die Ausstellung im September an folgenden Tagen nicht geöffnet sein: 07./08., 16., 21./22. und 28./29.09. Sie erreichen uns jedoch per mail.

jung - jüdisch - unerwünscht

Am 13. Oktober 2013 endete die Ausstellung „jung – jüdisch – unerwünscht”. Etwa 1.800 Besucher sahen die Schau – ein sensationelles Ergebnis für das Zentrum. Wir danken Ihnen für Ihr Interesse und die vielen positiven Rückmeldungen. Kommen Sie wieder...

Sonderausstellungen wechseln sich im Johanna-Stahl-Zentrum mit der Dauerausstellung ab. Gezeigt werden sowohl eigene Ausstellungen wie auch solche anderer Anbieter, die für die unterfränkische jüdische Geschichte von Bedeutung sind.

 

farbiges Plakat der Sonderausstellung jung-jüdisch-unerwünscht: darauf abgebildet ist ein Junge, der am Main spieltVom 12. April bis zum 13. Oktober 2013 zeigte das Johanna-Stahl-Zentrum die Ausstellung „jung – jüdisch – unerwünscht. Jüdische Kinder und Jugendliche aus Unterfranken zwischen 1920 und 1950“. Sie befasste sich mit den besonderen Schicksalen jüdischer Kinder und Jugendlicher und versuchte, denen Stimme und Gesicht zu geben, denen unter der Nazi-Herrschaft alles genommen wurde.

 

Der erste Teil der Ausstellung widmete sich nach einer Einführung in die Zeit der Weimarer Republik dem Alltag der Kinder. Er spielte sich im Wesentlichen in den Familien und in der Schule ab. Doch gerade auch der Wandel im Bereich der Freizeitgestaltung gehört zum Thema Alltag. Die NS-Politik erfasste das ganze jüdische Leben. Anhand von Einzelbiographien wurden im zweiten Teil die unterschiedlichen Lebenswege von Kindern und Jugendlichen exemplarisch vorgestellt. Es ging um Themen wie Emigration allein oder mit der Familie, Kindertransporte, die große Zahl der Deportierten und die wenigen Fälle des Überlebens.

Als besonderer Höhepunkt waren in der Ausstellung erstmals 18 Ausschnitte aus den Videointerviews zu sehen, die im Rahmen der Besuchswoche der Stadt Würzburg im April 2012 mit jüdischen Zeitzeugen aufgenommen wurden. Sie waren selbst noch Kinder, als die Nazis an die Macht kamen. Eindrucksvoll schildern sie ihre Erlebnisse aus einer Kindheit, die von Angst und Hoffnung zugleich geprägt war. Die Videointerviews sind nun Bestandteil der Dauerausstellung.

Siegfried Neustädter mit Fahrrad, 1932

Siegfried Neustädter mit Fahrrad, 1932

© David Neustädter

Wir freuen uns, dass die Ausstellung von ca. 1800 Personen insgesamt besucht wurde. Es haben 55 Führungen mit ca. 1020 Personen stattgefunden, davon etwa 500 Schüler aus fünf verschiedenen Schulformen. Unterstützung erhielt das Team des JSZ von drei Ehrenamtlichen des Museums Shalom Europa, die an einigen Terminen den Sonntagsdienst übernahmen. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken.

 

 

Flyer zur Sonderausstellung mit Begleitprogramm (PDF)