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Willkommen

Das Johanna-Stahl-Zentrum dient als regionales Kompetenzzentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken. Sein Themengebiet sind 900 Jahre jüdische Geschichte in der Region. Aktuell befasst es sich besonders mit der Erinnerungskultur für die jüdischen NS-Opfer. Auch die Fachbibliothek des Zentrums zeichnet sich durch ihr Alleinstellungsmerkmal in der Region aus.

In Zeiten der Corona-Pandemie sind das Zentrum und die Ausstellung "Der Spurenfinder" geschlossen. Ausstellungen und Veranstaltungen werden bis auf Weiteres nicht stattfinden. Die Mitarbeiterinnen arbeiten zum Teil im Home-Office.

Per mail ist das Team des Zentrums jedoch jederzeit zu erreichen. Bitte verwenden Sie dafür die persönlichen mail-Adressen (s. Team), da wir von außen nicht auf das jsz-Postfach zugreifen können. Bei Bedarf rufen wir gerne zurück.

Die Eröffnung des "DenkOrts Deportationen 1941 - 1944" am 21. April 2020 ist abgesagt. 

Das Johanna-Stahl-Zentrum ist über Pessach (09.-16. April 2020) geschlossen.

Ausstellung und Gedenken "Nach 75 Jahren"

Im Juni 1943 fand die letzte größere Deportation aus Würzburg statt. Das Johanna-Stahl-Zentrum erinnerte mit einer Gedenkveranstaltung am 18.06. an diesen Tag. Die Veranstaltung wurde durch Schüler des M.-Grünewald-Gymnasiums mitgestaltet. Die Ausstellung ist noch bis zum 7. Dez. 2018 zu sehen.

Unter den letzten Deportierten waren vor allem Funktionsträger, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der jüdischen Gemeinde. Man hatte sie zuvor gezwungen, die vorherigen Deportationen mit zu organisieren. Und sie hielten das Gemeinschaftsleben dieser Gruppe im Zwangsquartier in der Bibrastraße 6 aufrecht. Aber es gab auch letzte Familienangehörige, Kinder wie den einjährigen Sally Heippert, der mit seiner Mutter im Gebäude auf dem jüdischen Friedhof wohnte.

Von den insgesamt 64 deportierten Personen aus ganz Unterfranken überlebte nur eine. Die Nationalsozialisten erklärten Unterfranken am Tag der Deportation für "judenfrei".

In der Ausstellung werden die Gesichter von 22 Männern, Frauen und Kindern gezeigt - von den weiteren 42 Deportierten gibt es nicht einmal Fotos. Außerdem informiert die Ausstellung über die Biografien der 64 Deportierten und stellt beispielhaft eine Familie mit Exponaten in einer Vitrine vor.

Schüler des Matthias-Grünewald-Gymnasiums haben während der Gedenkveranstaltung am 18. Juni die Namen der Deportierten verlesen.

Die Ausstellung ist vom 18.06. bis 07.12.2018 im Johanna-Stahl-Zentrum zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten: Mo - Do 10 - 17 Uhr, Fr 10 - 13 Uhr und nach Vereinbarung.

Der Zugang ist barrierefrei.