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Willkommen

Das Johanna-Stahl-Zentrum ist das regionale Kompetenzzentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken. 900 Jahre jüdische Geschichte in der Region stehen im Mittelpunkt seiner Arbeit und seiner Aktivitäten. Die Fachbibliothek des Zentrums zeichnet sich aus durch ihr Alleinstellungsmerkmal in der Region.

Wir möchten Sie informieren über die Veranstaltungen, Angebote und Sammlungsbestände des Zentrums und laden Sie herzlich dorthin ein. Vielleicht möchten Sie auch Ihre Erinnerungen mit uns teilen oder uns Fotos und Dokumente aus der gemeinsamen Geschichte von Christen und Juden unserer Region überlassen?

Das Johanna-Stahl-Zentrum kann mit Anmeldung und mit FFP2-Maske besucht werden, es gelten die 3G-Regeln. Bitte bringen Sie Ihre Nachweise mit, sie werden überprüft.

Wegen der jüdischen Feiertage werden das Zentrum wie auch die Ausstellung im September an folgenden Tagen nicht geöffnet sein: 07./08., 16., 21./22. und 28./29.09. Sie erreichen uns jedoch per mail.

Kulturpreis der Bayer. Landesstiftung für den DenkOrt Deportationen

Der Verein DenkOrt Deportationen e.V. erhält als "in mehrfacher Hinsicht innovativer und nachhaltiger Lern- und Erinnerungsort" den mit 10.000 Euro dotierten Kulturpreis der Bayerischen Landesstiftung. Der DenkOrt in Würzburg sei ein herausragendes Beispiel moderner Erinnerungskultur und stehe für seriöses und gleichzeitig kreatives Gedenken.

Der DenkOrt Deportationen befindet sich seit Juni 2020 vor dem Würzburger Hauptbahnhof. Mit Gepäckstücken und vier Info-Stelen erinnert er an die ehemaligen jüdischen Gemeinden in Unterfranken und vor allem an die Menschen, die von dort in den Jahren 1941 bis 1944 deportiert wurden. Nur 63 von ihnen überlebten.

Zum DenkOrt gehört ein umfangreiches historisches Informationsangebot, das auf der gleichnamigen Websiteexterner Link aufgerufen werden kann. Dieses Angebot wurde durch das Johanna-Stahl-Zentrum konzipiert und gestaltet. Auf der Website werden unter „Orte & Menschen“externer Link die Orte aufgeführt, aus denen die Menschen stammten. Von dort gelangt man zu den Namen und kurzen Biographien der 2 069 aus Unterfranken deportierten Menschen. Die Zuordnung der Personen zu einem Ort richtet sich nach deren Wohnort im Jahr 1933.

Die Artikel zu den jüdischen Gemeinden und Wohnorten können ebenfalls über die Website unter „Orte & Menschen“externer Link und unter „Spuren“externer Link aufgerufen werden. Zu den Orten, die bereits mit einem Gepäckstück am DenkOrt vertreten sind, wurden 58 Artikelexterner Link fertiggestellt. Sie zeichnen die Entwicklung der jüdischen Gemeinden und ihrer Bevölkerung seit dem Jahr 1933 in Kürze nach. Sie zeigen, dass die Gemeinden meist schon seit Jahrhunderten bestanden, und stellen darüber hinaus die unterschiedlichen Schicksale ihrer jüdischen Bewohner und Bewohnerinnen seit 1933 dar. An die Artikel schließt sich eine Liste mit den Namen der Shoa-Opfer an, die 1933 in den jeweiligen Orten gelebt hatten. 

Am 24. September werden unter dem Titel "DenkOrt in Bewegung" in einer zweiten Eröffnung ca. 30 weitere Gepäckstücke durch den Verein „DenkOrt Deportationen e.V.“ und die Stadt Würzburg in Kooperation mit dem JSZ am DenkOrt aufgestellt. 

Bildnachweis: DenkOrt Deportationen, 2020 © Matthias Braun/ Verein DenkOrt Deportationen e.V., Foto: Oliver Mack