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Willkommen

Das Johanna-Stahl-Zentrum ist der regionale Ansprechpartner für jüdische Geschichte in Unterfranken. Es dokumentiert die Geschichte der jüdischen Bevölkerung und bietet Veranstaltungen an. Das Zentrum verfügt über eine Fachbibliothek und über Sammlungsbestände. Wichtige Hinweise für Ihre Recherchen sowie Informationen zu einfachen Themen erhalten Sie auf dieser Seite.

Öffnungszeiten während der Wanderausstellung "Geliebte Gabi"

Montag bis Donnerstag jeweils von 10 bis 17 Uhr
Freitag von 10 bis 14 Uhr
Der Eintritt ist frei

Bitte beachten Sie: Am 23.04., 24.04., 29.04. und 30.04.2024 bleibt das Johanna-Stahl-Zentrum aufgrund der jüdischen Feiertage geschlossen.

„… von seinem alten Kriegsleiden durch einen sanften Tod erlöst“

Drei Schicksale ­Würzburger Jüdinnen und Juden im Konzentrationslager ­Theresienstadt

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Würzburg und Unterfranken e. V.externer Link in Kooperation mit dem Johanna-Stahl-Zentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken

An der diesjährigen Gedenkveranstaltung anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 wenden wir uns dem Konzen­trationslager Theresienstadt zu. Die alte Garnisonsstadt mit ihren weitläufigen Festungsanlagen wurde zwischen 1939 und 1945 Leidensort für Hunderttausende Gefangene der Nationalsozialisten. Nach heutigem Wissen lebten im sogenannten Ghetto Theresienstadt allein Ende 1942 mindestens 60.000 Menschen auf engstem Raum und unter unmenschlichen Bedingungen. Insbesondere waren dies damals alte Menschen. Sie starben durch systematische Unter- und Fehlversorgung und kaum vorstellbare Grausamkeiten. Das Grauen überlebt haben nur wenige.
Auch aus Würzburg und Unterfranken wurden damals besonders viele alte Menschen, darunter viele Frauen, nach Theresienstadt deportiert. An sie wollen wir an diesem Abend im Besonderen erinnern. 

Dr. Riccardo Altieri erzählt von Ida Weil (1870–1946), geb. Kastanienbaum, Eva Thalheimer (1856–1942), geb. Lehmann, sowie Theodor Stern (1898–1943).
Alle Drei wurden am 23. September 1942 von Würzburg aus in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Der bebilderte Vortrag bietet eine Skizze dreier unterschiedlicher Leidenswege und berücksichtigt dabei neueste archivalische Funde zu Theodor Stern im Stadtarchiv Würzburg. Im Vortrag wird auch die Gedenkstätte Theresienstadt vorgestellt, wo 2022 auf Initiative aus Würzburg eine Gedenktafel für die mehr als 750 Deportationsopfer aus Unterfranken angebracht wurde.

Musikalische Umrahmung: Rachel Blokh, Querflöte