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Willkommen

Das Johanna-Stahl-Zentrum dient als regionales Kompetenzzentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken. Sein Themengebiet sind 900 Jahre jüdische Geschichte in der Region. Aktuell befasst es sich besonders mit der Erinnerungskultur für die jüdischen NS-Opfer. Auch die Fachbibliothek des Zentrums zeichnet sich durch ihr Alleinstellungsmerkmal in der Region aus.

In Zeiten der Corona-Pandemie sind das Zentrum und die Ausstellung "Der Spurenfinder" geschlossen. Ausstellungen und Veranstaltungen werden bis auf Weiteres nicht stattfinden. Die Mitarbeiterinnen arbeiten zum Teil im Home-Office.

Per mail ist das Team des Zentrums jedoch jederzeit zu erreichen. Bitte verwenden Sie dafür die persönlichen mail-Adressen (s. Team), da wir von außen nicht auf das jsz-Postfach zugreifen können. Bei Bedarf rufen wir gerne zurück.

Die Eröffnung des "DenkOrts Deportationen 1941 - 1944" am 21. April 2020 ist abgesagt. 

Das Johanna-Stahl-Zentrum ist über Pessach (09.-16. April 2020) geschlossen.

"Die kleine Ruth steigt heraus aus der Tiefe". Lesung am 19.03.2019

Jehuda Amichai hatte in seiner Kindheit in Würzburg eine enge Freundin - die "kleine Ruth". Nach ihrem gewaltsamen Tod in Sobibor hat ihr Schicksal ihn nicht mehr losgelassen. Vielfach kam er in seinem Werk auf sie zurück. Amadé Esperer, Rotraud Ries und Maja Andert tragen in der Lesung Briefe, Gedichte und Geschichten von und über Ruth Hanover vor. Musik: R. Schwander, B. von der Goltz

In einer Lesung im Rahmen von "Würzburg liest" ging es 2018 um die Kindheitsfreundschaft und ihre Protagonisten in Amichais Roman "Nicht von jetzt, nicht von hier". Nun stehen seine Gedichte im Vordergrund und werden einmal mehr den einzigen Texten von Ruth Hanover, die wir haben, gegenübergestellt: ihren Briefen. Amadé Esperer liest und kommentiert die von ihm übersetzten Ruth-Gedichte und Rotraud Ries und Maja Andert bringen Briefe und Geschichten von und über Ruth Hanover zu Gehör. Wir freuen uns, für die musikalische Begleitung das Duo Rainer Schwander und Bernhard von der Goltz gewonnen zu haben.

Amadè Esperer hat sich als Übersetzer und damit Neu-Schöpfer der Lyrik Amichais einen Namen gemacht und mehrere Bände mit Amichais Werken auf Deutsch publiziert. Derzeit arbeitet er an einer Biographie des bedeutenden israelischen Dichters. Rotraud Ries hat sich zuletzt in Zusammenhang mit der letztjährigen Lesung intensiv mit der Biographieexterner Link Ruth Hanovers beschäftigt und die Briefe neu ediert. Der Band zur Lesewoche von 2018 ist soeben erschienen.

"Die kleine Ruth steigt heraus aus der Tiefe". Gedichte und Geschichten zu Jehuda Amichais Freundin Ruth Hanover

Lesung mit Amadè Esperer und Rotraud Ries, Musik: Rainer Schwander und Bernhard von der Goltz

Dienstag, 19. März 2019, 19:30 Uhr, Johanna-Stahl-Zentrum

Bildnachweis: Ludwig und Ruth (hinten links) mit weiteren Kindern, um 1930 © Hana Amichai